Stottern & Poltern

HILFE BEI STÖRUNGEN DES REDEFLUSSES


Die Logopädie behandelt nicht nur Probleme bei der Sprachfindung oder Aussprache, sondern auch Probleme bei Störungen des Redeflusses. dazu gehören zumeist Redeflussstörungen wie das Stottern oder Poltern. Zu beiden Störungen finden Sie nachfolgend zusätzliche Informationen und nützliche Hinweise bezüglich der Symptome und Behandlung.

Stottern – was genau ist das?

„Etwas sagen wollen und es nicht fließend aussprechen können.“

Stottern ist eine Unterbrechung des Redeflusses durch auffällige Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen. In diesem Moment weiß der Stotternde genau, was er sagen möchte, er kann es jedoch nicht störungsfrei herausbringen.

Häufig entwickeln Stotternde sogenannte sekundäre Symptome wie auffällige Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder zusätzliche Körperbewegungen beim Sprechen. Andere Betroffene reagieren auf das eigene Stottern mit einem Vermeidungsverhalten, das schnell zu einem gesellschaftlichen Rückzug führen kann. 

In der weiteren Entwicklung bei Kindern wächst die Anstrengung beim Sprechen und das Kind versucht, Stottern zu vermeiden. Es können negative Gefühle und Einstellungen gegenüber dem Sprechen entstehen. Teufelskreise aus Angst und Vermeidung sowie aus Anstrengung und Frustration erhalten dann das Stottern aufrecht oder verstärken es noch. Das Stottern automatisiert sich zunehmend und kann umso schwerer wieder verändert werden, je länger es andauert.

Stottern kann zwar je nach Gefühlslage und Verfassung des Betroffenen schwanken, dennoch ist Stottern eine körperliche bedingte Sprechbehinderung – keine psychische Störung. Wir helfen Ihnen bei der Behandlung!

Sprachstörung: Poltern

Poltern ist eine Störung der Sprech- und Sprachwahrnehmung, welche sich oft durch schnelles, unrhythmisches, sporadisches, unorganisiertes und häufig nicht verständliches Sprechen auszeichnet. Während eine zu schnelle Sprechgeschwindigkeit (Tachylalie) nicht zwingend als Teilsymptom des Polterns zu beobachten ist, zeichnet sich das Poltern immer durch Störungen in der sprachlichen Formulierung der gesprochenen Sätze aus.

Menschen, die an Poltern leiden, verwirren Ihre Zuhörer durch unvollständige und sprachlich unpassende Formulierungen, Satzabbrüche, Fehler in der Lautabfolge und Wortfindungsstörungen. Ihr undeutliches Sprechen ist von fehlender Satzstruktur und verwirrender sprachlicher Organisation gekennzeichnet.

Zur Frustration des Zuhörers tragen zudem das fehlende Bewusstsein des Sprechers bezüglich seiner nur schwer zu verstehenden Äußerungen bei. Viele Polterer verfügen in Gesprächen also nur über schlechte sprachliche Eigenwahrnehmung.

(Quelle: Daly, 1993)
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Leiden Sie an Poltern oder Stottern? Stimmen Sie einen Termin in unserer Praxis ab und lassen Sie sich beraten.
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